A SHORTER HISTORY OF HEDONISM
On Berlin’s new wave of rave docs
by Dorothy Feaver
http://www.sleek-mag.com/berlin/berlin-things/2012/06/a-shorter-history-of-hedonism/
a documentary by LUCIAN BUSSE - a reflection on and a journey to mid-1990s’ Berlin
by Dorothy Feaver
http://www.sleek-mag.com/berlin/berlin-things/2012/06/a-shorter-history-of-hedonism/
Freitag 08. Juni
Ladenkino
Gärtnerstr 19
10245 Berlin-Friedrichshain
www.ladenkino.de
21:45
Konzert: Lucyhoneychurch mit Andrew Unruh, bringen den Soundtrack von Berlinized auf die Bühne
22:30
Berlinized – Sexy an Eis, Doku 83min OMU
Berlin in den 90ern – Neben den großen politischen Umbrüchen und der kommerzialisierten Technokultur prägte auch ein heute eher vergessenes Paralleluniversum das Lebensgefühl der Stadt: Die Welt der Kellerbars und Hinterhofkreativen.
00:00 Lucian Alien tv DJSet
www.ladenkino.de/ www.facebook.com/
24.05.2012 20:00 Uhr
ZUKUNFT Programmkino am Ostkreuz
20:00 Uhr
BERLINIZED – Sexy an Eis mit Filmgespräch
22:00 Konzert
LUCYHONEYCHURCH mit ANDREW UNRUH / CHRIS IMLER
Laskerstr 5, 10245 Berlin – Friedrichshain http://kino-zukunft.de/
Freunde der Nacht. Kameramann Lucian Busse war in den 90ern stets mit seiner Videokamera in den unzähligen improvisierten Clubs der Stadt unterwegs. Musikerin Sofie Hein hat ihn überredet, aus dem nachträglich digitalisierten Material eine Dokumentation zu schneiden, und den Soundtrack komponiert. Foto: Georg Moritz
von Nana Heymann 21.05.2012 00:00 Uhr Tagesspiegel
www.tagesspiegel.de/berlin/eine-zeit-so-unbeschreiblich-wundervoll
Der böse Drink weckt alle Kellergeister, Julian Weber in der TAZ über Berlinized 21.04.2012
http://www.taz.de/1/berlin/tazplan-kultur/artikel/?dig=2012%2F04%2F21%2Fa0235&cHash=c0265baf99
VON JULIAN WEBER
Ein Jahr habe er gar kein Tageslicht gesehen, sagt Kim Suckle, Teil der Künstlergruppe Honeysuckle Company in dem Dokumentarfilm “Berlinized. Sexy an Eis”. Dunkelheit und künstliches Licht als Lebensgefühl haben die Kreativität in den Galerien und Clubs im Mitte-Berlin der neunziger Jahre beflügelt. Schon bevor man in die Stadt gezogen war, hatte man von den Orten, Künstlern und Bands gehört. Die Begeisterung hielt an, als man sie mit eigenen Augen sah. Lucian Busses Dokumentarfilm legt vom Selbstverständnis dieser Szene lakonisch Zeugnis ab und weckt Erinnerungen. Honeysuckle Company richteten etwa gefakte Modenschauen aus, mit Altkleidern und humpelnden Manneqins, von Modedesignern waren ihre Entwürfe zuvor abgelehnt worden. Sie waren Teil einer Subkulturszene, deren Rastlosigkeit Legende ist. In der es egal war, ob Leute aus Ost oder West stammten. Wie Honeysuckle Company erfanden sich auch andere KünstlerInnen, etwa Jim Avignon, oder Bands wie Mina und Captain Spacesex nach dem Prinzip des d-i-y in aller Öffentlichkeit. Zwischen “Suicide Club”, “Galerie berlintokyo” und “Eimer” organisierte man Ausstellungen und Performances, richtete Konzerte aus und nutzte die damals noch klaffenden städtebaulichen Freiräume für eine stark improvisierte Version von Subkultur.
Kunst und Pop sollten stärker vermischt werden, ein Vorhaben, an dem die Beteiligten auch scheiterten, wie Nina Rhode erklärt, die neben der Honey Suckle Company an der “Galerie berlin tokyo” beteiligt war. Manche Kunstwerke überlebten die Nächte nicht. “Wir hatten eine strikte Türpolitik”, erklärt der Musiker und Betreiber der Galerie berlintokyo, Vredeber Albrecht, “alle kommen rein”.
Lucian Busse hat mit “Berlinized. Sexy an Eis” die richtigen Bilder gefunden. Ein längst versunkenes Berlin aus Sperrmüllmöbeln und Spielzeuginstrumenten wird darin wieder sichtbar. Wer sich wundert, weshalb das Neunziger-Jahre-Revival bisher ausfiel, findet in seinem Film Anhaltspunkte.
Keine Nachhaltigkeit
Das Mitte-Berlin von einst erscheint als so stark der Gegenwart verpflichtet, dass für Nachhaltigkeit keine Zeit blieb. In die Zukunft zu schauen, sei aus Prinzip uncool gewesen, erklärt der Regisseur der taz. Das fände er besser als die Angst vor der Zukunft, mit der die Menschen heute in Schach gehalten würden. Allerdings, sein Film macht auch klar, vieles, was die Beteiligten später machten, ließ die chaotische Energie der Anfangstage vermissen.
“Berlinized” verwendet klassische Stilmittel des Dokumentarfilms. Die Protagonisten erläutern ihre Raison d’être von heute aus. Vor Originalschauplätzen, wie etwa der Bar “Kunst & Technik”, einer Baracke, die bis 1999 gegenüber der Museumsinsel stand, erklärt ihr Gründer Hannes Romberg (Jan Edler korrektur), wie eine lautstarke Performance des Technokünstlers Carsten Nicolai 1994 die Rattenplage im Gebäude von selbst erledigt hat. Heute befindet sich an gleicher Stelle übrigens eine poshe Strandbar.
Zwischen die Interviews werden Aufnahmen aus den Neunzigern und alte Fotos montiert. Lucian Busse war selbst Teil der Mitte-Szene und tingelte mit der Videoshow “Alien TV” durch die Clubs. “Wie ein Alien, der zeigt, was die Erdenbürger unbedingt sehen müssen”, sagt er über seine Videoshow. Schon damals habe er ständig “die Gegenwart durch die Kamera ziehen lassen”. Viele Aufnahmen sind halbdunkel, entsprechen dem fahlen Licht der Straßenlaternen und graugewordenen Fassaden. Drinnen in den Clubs zuckende Blitze, Dreck, aber Euphorie. Man sieht eine Stadt im Umbruch, mit Großbaustellen, Kränen und Kabeltrommeln, dazwischen tanzende Künstler in Baugruben. Ein Durcheinander der Stile und Ambientes. Ein Umnutzen von Orten, ein Ändern des Tagesablaufs: Als befänden sie sich auf der Konzertbühne, spielen Captain Space Sex, ein Drummer und ein Gitarrist, auf einem Hausdach neben der S-Bahn-Strecke am Alex. In silberfarbenen Overalls lassen sie den Nahverkehr an sich vorbeigleiten. Die Sonne scheint. “Sexy an Eis” hieß der Hausdrink in der “Galerie berlin tokyo”, der in einem Kannister reifte. Seine Mischung ist bis heute geheim.
Premiere, heute um 19.00 Uhr beim Festival “Achtung Berlin” Babylon Mitte. Ab 21.00 Uhr Konzert von Mina im HBC,
ab 28. April läuft der Film im ACUD Kino, ab 6. Mai im Sputnik
In die Zukunft zu schauen war ein No No der Subkultur-Szene. Die Gegenwart überstrahlte alles
Sofie Hein ist bekannt als Komponistin, Bassistin, Programmiererin und Sängerin des Berliner Gitarrenpop Duos Wagner & Pohl.Mit ihrem Soloprojekt Lucyhoneychurch hat sie den Soundtrack für die Dokumentation „Berlinized – Sexy an Eis“von Lucian Busse produziert. Der Film zeigt die Szene der Hinterhofkreativen und illegalen Bars nach dem Mauerfall in Berlin Mitte.
Zur Premiere erschien das Album Berlinized – longing and belonging auf Vinyl mit sechs Titeln aus dem Filmscores darunter ein Remix des Schweizer Musikers und Radio-Djs Oliver Peter. Geräusche und Stimmungen der Soundtrack-Titel sind inspiriert durch Industrialklänge und krachige Gitarren der 90er Jahre. Aus Soundaufnahmen von vergessenen Schrottplätzen generierte Lucyhoneychurch verschiedenste elektronische Samples, von kompromisslosen Beats bis zu harmonischen Klängen. Die abwechslungsreichen Tracks sind clubbig, poppig, sphärisch und brachial.
Video zum Remix Lost beyond Recall:
Lucyhoneychurch – Lost beyond recall RMX by Oliver Peter
Berlinized – Longing and belonging Album digital kaufen
http://de.7digital.com/artist/lucyhoneychurch/release/berlinized-longig-and-belonging
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http://staatsakt.hanseplatte.com/detail/lucyhoneychurch–berlinized—longing-and-belonging
Kontakt www.lucyhoneychurch.com Sofie Hein: 0176 – 61 66 29 43, sofie@gmx.info
jetzt erhältlich bei
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Berlin Kreuzberg
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Der Film :: Berlin in den 90ern - Neben den großen politischen Umbrüchen und der kommerzialisierten Technokultur prägte auch ein heute eher vergessenes Paralleluniversum das Lebensgefühl der Stadt: Die Welt der Kellerbars und Hinterhofkreativen. In den freien Häusern und Wohnungen in « Continue »

Lucian Busse Lucian Busse, geboren 1966 in Stuttgart, lebt seit 1987 in Berlin. Seit 1995 arbeitet er als freier Cutter, Kameramann und Regisseur für verschiedene Sendeanstalten wie ARD WDR/RBB/ NDR/SWR), ZDF, Arte und diverse freie Produktionsfirmen in Berlin. Sein Schwerpunkt « Continue »