Dezember Screenings im Lichtblick Kino Berlin

Berlinized im Lichtblick Kino Berlin

01.12. um 18:30 Filmgespräch mit Lucian Busse
02.12. um 18:30
15.12. um 22:00
16.12. um 22:00
29.12. um 16:00 Filmgespräch mit Lucian Busse
30.12. um 16:00

Kastanienallee 77
10437 Berlin, Germany

Das Kino hat 36 Plätze, es macht bestimmt Sinn
per Mail oder Telefon Karten zu reservieren.
030/44058179 info@lichtblick-kino.org

www.facebook.com/lichtblickkino

 

Freshmilk.tv über BERLINIZED

Freshmilk TV about Berlinized: Sexy an Eis

Freshmilk TV – Daniela Zenone and Judith Klapper about Lucian Busse and Berlinized

Berlinized International Seoul

Berlinized Platoon Seoul

Platoon

ROOFTOP NIGHT

DISCOVER CREATIVE CITIES: BERLIN

VOLUME 1

PLATOON KUNSTHALLE – SEOUL

gangnam-gu . nonhyeon-dong 97-22
seoul . republic of korea

Sat 1 SEPTEMBER 2012 8pm

experience the energy of Berlin on the rooftop of PLATOON KUNSTHALLE on the first saturday of september. the premier ROOFTOP NIGHT of our discover creative cities silent cinema series will launch with the city of Berlin as the main star.

immediately following our night flea market, head on up to our rooftop to enjoy Northern German-style barbeque and customized berliner weisse cocktails, limited-edition hefeweizen, and thirst-quenching radlers, created exclusively by MAGPIE BREWING CO, in collaboration with guest mixologists for one night only.

a special silent cinema screening of BERLINIZED, a documentary by LUCIAN BUSSE, illustrates the dynamic cityscape of 1990s Berlin. SILENT DISCO on the rooftop follows, headlined by DJ AKIYUKI TANNO and TOBIAS KALLEDER from the visual art collective, Indivisualists.inc.

DETAILS:

8:00 – 9:00 pm – happy hour
9:00 pm – silent cinema screening of BERLINIZED-SEXY an EIS
10:30 pm – silent disco with DJ AKIYUKI TANNO and TOBIAS KALLEDER from the visual art collective Indivisualists.inc.

more information: Platoon Seoul

Berlinized/Lucyhoneychurch/Cpt. Space Sex/ auf der FUSION 2012

Berlinized29.06.2012 – Berlinized – Sexy an Eis Kinohanger auf der Fusion

begleitet von Konzerten von Lucyhoneychurch  mit Andrew Unruh (Einstürzende Neubauten) und dem Protagonisten aus Berlinized Captain Space Sex.

Berlin in den 90ern – Neben den großen politischen Umbrüchen und der kommerzialisierten Technokultur prägte auch ein heute eher vergessenes Paralleluniversum das Lebensgefühl der Stadt: Die Welt der Kellerbars und Hinterhofkreativen.

20:30 Konzert Capt Space Sex 
21:00 Berlinized – Sexy an Eis, Doku 83min OMU
23:00 Konzert: Lucyhoneychurch mit Andrew Unruh, bringen den Soundtrack von Berlinized auf die Bühne

www.ladenkino.de/  www.facebook.com/berlinized

Berlinized und Captain Space Sex im Ladenkino

Dienstag 12. Juni
Ladenkino
Gärtnerstr 19
10245 Berlin-Friedrichshain
www.ladenkino.de
21:45
Konzert: Captain Space Sex

22:30

Berlinized – Sexy an Eis,

Doku 83min OMU

Berlin in den 90ern – Neben den großen politischen Umbrüchen und der kommerzialisierten Technokultur prägte auch ein heute eher vergessenes Paralleluniversum das Lebensgefühl der Stadt: Die Welt der Kellerbars und Hinterhofkreativen.

www.ladenkino.de/  www.facebook.com/berlinized

Der böse Drink weckt alle Kellergeister, Julian Weber in der TAZ über Berlinized

Der böse Drink weckt alle Kellergeister, Julian Weber in der TAZ über Berlinized 21.04.2012

http://www.taz.de/1/berlin/tazplan-kultur/artikel/?dig=2012%2F04%2F21%2Fa0235&cHash=c0265baf99

DOKUMENTARFILM “Berlinized. Sexy an Eis” von Lucian Busse ist ein lakonisches Porträt der Subkultur im Mitte der neunziger Jahre. Orte wie die “Galerie berlin tokyo”, Bands wie Mina und Künstler wie die Honeysuckle Company kommen darin zum Vorschein

VON JULIAN WEBER

Ein Jahr habe er gar kein Tageslicht gesehen, sagt Kim Suckle, Teil der Künstlergruppe Honeysuckle Company in dem Dokumentarfilm “Berlinized. Sexy an Eis”. Dunkelheit und künstliches Licht als Lebensgefühl haben die Kreativität in den Galerien und Clubs im Mitte-Berlin der neunziger Jahre beflügelt. Schon bevor man in die Stadt gezogen war, hatte man von den Orten, Künstlern und Bands gehört. Die Begeisterung hielt an, als man sie mit eigenen Augen sah. Lucian Busses Dokumentarfilm legt vom Selbstverständnis dieser Szene lakonisch Zeugnis ab und weckt Erinnerungen. Honeysuckle Company richteten etwa gefakte Modenschauen aus, mit Altkleidern und humpelnden Manneqins, von Modedesignern waren ihre Entwürfe zuvor abgelehnt worden. Sie waren Teil einer Subkulturszene, deren Rastlosigkeit Legende ist. In der es egal war, ob Leute aus Ost oder West stammten. Wie Honeysuckle Company erfanden sich auch andere KünstlerInnen, etwa Jim Avignon, oder Bands wie Mina und Captain Spacesex nach dem Prinzip des d-i-y in aller Öffentlichkeit. Zwischen “Suicide Club”, “Galerie berlintokyo” und “Eimer” organisierte man Ausstellungen und Performances, richtete Konzerte aus und nutzte die damals noch klaffenden städtebaulichen Freiräume für eine stark improvisierte Version von Subkultur.

Kunst und Pop sollten stärker vermischt werden, ein Vorhaben, an dem die Beteiligten auch scheiterten, wie Nina Rhode erklärt, die neben der Honey Suckle Company an der “Galerie berlin tokyo” beteiligt war. Manche Kunstwerke überlebten die Nächte nicht. “Wir hatten eine strikte Türpolitik”, erklärt der Musiker und Betreiber der Galerie berlintokyo, Vredeber Albrecht, “alle kommen rein”.

Lucian Busse hat mit “Berlinized. Sexy an Eis” die richtigen Bilder gefunden. Ein längst versunkenes Berlin aus Sperrmüllmöbeln und Spielzeuginstrumenten wird darin wieder sichtbar. Wer sich wundert, weshalb das Neunziger-Jahre-Revival bisher ausfiel, findet in seinem Film Anhaltspunkte.

Keine Nachhaltigkeit

Das Mitte-Berlin von einst erscheint als so stark der Gegenwart verpflichtet, dass für Nachhaltigkeit keine Zeit blieb. In die Zukunft zu schauen, sei aus Prinzip uncool gewesen, erklärt der Regisseur der taz. Das fände er besser als die Angst vor der Zukunft, mit der die Menschen heute in Schach gehalten würden. Allerdings, sein Film macht auch klar, vieles, was die Beteiligten später machten, ließ die chaotische Energie der Anfangstage vermissen.

“Berlinized” verwendet klassische Stilmittel des Dokumentarfilms. Die Protagonisten erläutern ihre Raison d’être von heute aus. Vor Originalschauplätzen, wie etwa der Bar “Kunst & Technik”, einer Baracke, die bis 1999 gegenüber der Museumsinsel stand, erklärt ihr Gründer Hannes Romberg (Jan Edler korrektur), wie eine lautstarke Performance des Technokünstlers Carsten Nicolai 1994 die Rattenplage im Gebäude von selbst erledigt hat. Heute befindet sich an gleicher Stelle übrigens eine poshe Strandbar.

Zwischen die Interviews werden Aufnahmen aus den Neunzigern und alte Fotos montiert. Lucian Busse war selbst Teil der Mitte-Szene und tingelte mit der Videoshow “Alien TV” durch die Clubs. “Wie ein Alien, der zeigt, was die Erdenbürger unbedingt sehen müssen”, sagt er über seine Videoshow. Schon damals habe er ständig “die Gegenwart durch die Kamera ziehen lassen”. Viele Aufnahmen sind halbdunkel, entsprechen dem fahlen Licht der Straßenlaternen und graugewordenen Fassaden. Drinnen in den Clubs zuckende Blitze, Dreck, aber Euphorie. Man sieht eine Stadt im Umbruch, mit Großbaustellen, Kränen und Kabeltrommeln, dazwischen tanzende Künstler in Baugruben. Ein Durcheinander der Stile und Ambientes. Ein Umnutzen von Orten, ein Ändern des Tagesablaufs: Als befänden sie sich auf der Konzertbühne, spielen Captain Space Sex, ein Drummer und ein Gitarrist, auf einem Hausdach neben der S-Bahn-Strecke am Alex. In silberfarbenen Overalls lassen sie den Nahverkehr an sich vorbeigleiten. Die Sonne scheint. “Sexy an Eis” hieß der Hausdrink in der “Galerie berlin tokyo”, der in einem Kannister reifte. Seine Mischung ist bis heute geheim.

 

“Berlinized. Sexy an Eis”, Regie: Lucian Busse, Deutschland 2011, 84 Min.

Premiere, heute um 19.00 Uhr beim Festival “Achtung Berlin” Babylon Mitte. Ab 21.00 Uhr Konzert von Mina im HBC,

ab 28. April läuft der Film im ACUD Kino, ab 6. Mai im Sputnik

In die Zukunft zu schauen war ein No No der Subkultur-Szene. Die Gegenwart überstrahlte alles